Ihre Browserversion ist veraltet. Wir empfehlen, Ihren Browser auf die neueste Version zu aktualisieren.

Arbeitsgruppe:  Schulpraktische Professionalisierung im Umgang mit Heterogenität und Inklusion

 

Die Gründung der Arbeitsgruppe wurde auf der 2. Internationalen Tagung der IGSP 2017 in Bochum initiiert. Die Genehmigung der Arbeitsgruppe durch den Vorstand erfolgte im Sommer 2017.

Die Koordinationsgruppe hat die Arbeit im Herbst 2017 aufgenommen und die Arbeitsschwerpunkte und -ziele konkretisiert.  Ein erster Workshop  sowie  ein erstes Arbeitsgruppentreffen auf der IGSP-Tagung 2019 in Graz sind in Vorbereitung.

Kontext:

Studierende des Lehramts erleben gerade in Praxisphasen häufig Widersprüche im Umgang mit Heterogenität und Inklusion: Die Institution Schule mit ihren vielfältigen Funktionen, u.a. der Selektionsfunktion und ihren vorgegebenen Leistungsansprüchen, scheint im Widerspruch zu einem heterogenitätssensiblen Umgang mit Schüler*innen sowie der inklusionssensiblen Schul- und Unterrichtsentwicklung zu stehen. In Schulen, die sich auf den Weg inklusionsorientierter Schulentwicklung begeben, werden beispielsweise die Rahmenbedingungen oft wenig verändert, womit die bereits vorhandenen Antinomien im Lehrer*innenhandeln tiefgreifender erlebt werden. So werden Schüler*innen kategorial zugeordnet als zielgleich und zieldifferent unterrichtet, was inter- wie auch intraprofessionelle Kooperationen, u.a. bezogen auf Unterrichtsplanung und -gestaltung, notwendig macht. Schüler*innen beispielsweise mit special needs (von sonderpädagogischen Unterstützungsbedarfen bis sog. Hochbegabung) aber auch weiteren intersektional verstandenen Heterogenitätsdimensionen sollen ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten entsprechend in einer Schule für alle gemeinsam lernen. Praxisphasen können für Studierende entsprechende Lern- und Erfahrungsräume zur Professionalisierung im Kontext von Heterogenität und Inklusion bieten, die durch spezifische hochschuldidaktische Konzepte unterstützt werden sollten.

Ziele:

In der Arbeitsgruppe werden von Studierenden in Praxisphasen erlebte Widersprüche im Umgang mit Heterogenität und Inklusion im Kontext unterschiedlicher Schulsysteme und Lehrer*innenbildungsysteme international diskutiert und Forschungskooperationen initiiert. Dies geschieht vor dem Hintergrund der Auseinandersetzung mit unterschiedlichen Heterogenitätsdimensionen und institutionellen Rahmenbedingungen, einem umfassenden Inklusionsverständnis, das auf einer Pädagogik der Vielfalt beruht, und der reflexiven Berücksichtigung auf verschiedenen Ebenen: u.a. der Heterogenität von Schüler*innen und der Diversität der Studierenden.

Im Mittelpunkt der Arbeitsgruppe steht die Frage: Inwieweit können Praxisphasen in der Lehrer*innenbildung die schulpraktische Professionalisierung im Umgang mit Heterogenität und Inklusion unterstützen?

Die Arbeitsgruppe will zu schulpraktischer Forschung im Themenfeld Heterogenität und Inklusion anregen und Forscher*innen sowie ihre Projekte im internationalen deutschsprachigen Raum vernetzen.

 

Geplante Projekte:

Entwicklung, Erprobung und Evaluation hochschuldidaktischer Konzepte (Seminare, Seminarelemente, didaktische Bausteine in der Lehre, Begleitformate für die Praxisphasen (Bsp. Beratung, Mentoring, Coaching)) zur schulpraktischen Professionalisierung im Umgang mit Heterogenität u.a.

  • in Bezug auf Unterrichtsplanung und -gestaltung,
  • Reflexionsformate mit dem Ziel, aus dem Umgang mit heterogenen Lerngruppen, Konsequenzen für weitere Handlungsmöglichkeiten für die Unterrichtsentwicklung abzuleiten,
  • fachdidaktische Vermittlungskompetenzen,
  • von Studierenden durchgeführte Projekte in Praxisphasen zum Themenfeld Heterogenität und Inklusion.

Forscher*innen können sich durch Projekte aus der hochschuldidaktischen Forschung und hochschuldidaktischen Anwendung einbringen.

 

Tätigkeit:

Die Gruppe

  • lädt mindestens einmal im Jahr zu einer Arbeitsgruppensitzung ein, bei der über Projekte informiert, Projekte geplant und konkretisiert werden,
  • stellt Vernetzungsoptionen über eine Homepage zur Verfügung,
  • organisiert innerhalb der IGSP-Tagungen ein Forum zu aktuellen themenbezogenen Fragen,
  • plant eine gemeinsame Publikation zu dem Themenschwerpunkt (frühestens 2019).

 

Koordinator*innen der Arbeitsgruppe:

Dr. Silvia Greiten, Bergische Universität Wuppertal, Gaußstr. 20, 42199 Wuppertal, School of Education, greiten@uni-wuppertal.de

Teresa Odipo, Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Bewegungs- und Neurowissenschaft, Arbeitsbereich Schulsport2020 – Teilprojekt „Inklusion und Heterogenität“, Am Sportpark Müngersdorf 6, 50933 Köln, T.Odipo@dshs-koeln.de

Dr. David Rott, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Institut für Erziehungswissenschaft, Projektkoordinator 'Heterogenität als durchgängiges Thema im Curriculum' in der Qualitätsoffensive Lehrerbildung , Bispinghof 5/6, 48143 Münster, david.rott@wwu.de

Dr. Marcel Veber, Universität Osnabrück, Fachbereich 3: Erziehungs- und Kulturwissenschaften, Professurvertretung „Erziehungswissenschaft mit dem Schwerpunkt Inklusion aus sonderpädagogischer Perspektive“, Heger-Tor-Wall 9, 49069 Osnabrück, marcel.veber@uni-osnabrueck.de